Cirque Pinder (F)

 

Wie jedes Jahr um diese Zeit, hatte auch heuer der Cirque Pinder, einer der vier größten Unternehmen in Frankreich, sein rot/gelbes Zelt auf dem Messegelände der Stadt Metz aufgeschlagen.

 

Begrüßt wird das Publikum vom Monsieur Loyal, dem französischen Ringmaster, Frédéric Colnot. Er ist es auch, der gekonnt durch das Programm führt. Den Reigen eröffnet Gary Jahn mit fünf hauseigenen Kamelen, die u.a. Formationen bilden, Walzing und Gegeneinanderlauf zeigen. Zum Abschluß umrundet noch ein Zebra die auf Podesten stehenden Kamele. Gekonnt und facettenreich hält Alexander Xélo bis zu vier Diabolos in der Luft. Für staunende Blicke sorgen zum Schluß noch seine zwei leuchtenden Diabolos. In ihrer dritten Saison bei Pinder treiben die Balders ihre Späße im Saloon, wobei auch die Logengäste etwas vom feuchtfröhlichen Treiben der drei Clowns haben.

 

Passend zum Thema Nässe präsentieren Gary Jahn und Conchi Munoz zwei Seelöwen, die mit Bällen balancieren, tanzen, den Flossenstand zeigen und Ringe und Frisbeescheiben fangen. Staturen bilden die Goldmenschen des Trio Laruss nach, wobei der Herr auch seine zwei Partnerinnen in die Lüfte stemmt.

 

Etwas zum Schmunzeln und zum Staunen ist die Illusionsnummer mit Schmarlowsky und seinen vielen Kleintieren. Während alles für das nun folgende fliegende Trapez aufgebaut wird, zeigt Katja, die Dame der Truppe der Flying Baetas, ihre Akrobatik am Netz, um dann mit den vier anderen Herren der Truppe ihre gängigen Tricks incl. 3-fachen Salto und den Sprung von der Schaukel zum Fänger, zu zeigen.

 

 Nach der Pause wird es voll in der Manege, denn Frédéric Edelstein präsentiert seine gemischte Raubtiergruppe mit vier Tigern und zwölf Löwen, darunter drei männlichen u.a. mit Pyramide, Hochsitzer, Sprung durch den brennenden Reifen und einem Löwen auf der Spiegelkugel.

 

Gleich mit dem Propeller beginnt Susan ihre Arbeit am roten Vertikaltuch und zeigt u.a. noch den Spagat und den Abfaller. Sophie Edelstein, die Schwester von Frédéric, hat sich seit Jahren, mit ihrer jungen Crew, auf Großillusionen verschworen. So wird aber auch der Partnertausch und eine Durchdringung gezeigt. Auf einem überdimensionalen Zylinder mit hydraulisch ein- bzw. ausfahrenden Stempeln zeigt Gina Giovannis ihre ansehnliche Handstandequilibristik, die sie hauptsächlich einarmig präsentiert.

 

Danach zeigen die Balders die alte Reprise “das Spielen ist hier verboten.“ Anspannung nochmals vor dem Finale mit den Jasters. Treffsicherheit, ob mit Armbrust oder Messern, ist hier das A und O, um die Partnerin nicht zu verletzen. Während des großen Finales, zu dem sich nochmals alle Artisten in der Manege versammeln, entspringt eine junge Dame aus einer Weltkugel und wird kopfüber in die Circuskuppel gezogen. In den Händen hält sie ein Spruchband mit der Aufschrift „ Au revoir,“ also „Auf Wiedersehen.“

 

Ein Live-Orchester würde dem Programm noch besser stehen, denn zur Zeit kommt die Musik aus der Konserve und wird nur durch einen Schlagzeuger unterstützt.

 

Verstärkt werden soll das Programm in den nächsten Wochen noch durch eine neue Elefanten- und Pferdenummer, die Sascha Houck zur Zeit gerade im Winterquartier, dem Pinderland, für sich eindressiert.

 

 

 

Mehr Informationen zum Circus Pinder unter www.cirquepinder.com