Circus Probst (West) 2007

                                              By Holger Gensel - Germany

 

Nach dem schwachen Saisonprogramm 2006, bedingt durch die schlechte Tournee 2005, versprachen die Vorankündigungen doch wieder ein starkes Programm, wie man es eigentlich vom Circus Probst gewohnt ist.

 

Eröffnet wird das Programm von Stephanie Probst mit einer Freiheitsdressur von edlen Arabern und Friesen aus dem großen Marstall des Circus Probst, die mit einem vierfachen Steiger endet. Aus Czechien ist die Familie Wolf engagiert worden, die im Laufe des Programms mit drei Nummern vertreten ist. Zuerst mit einer Kaskadeurnummer von zwei Herren, die mit Brett, Stuhl und Tisch agieren. Im weiteren Verlauf vollführt eine Dame ihre Kunststücke am rotierenden Vertikalseil und im zweiten Teil zeigt dann ein Herr der Kaskadeure seine Handstandequibrilistik auf einem sehr hohen Podest und bezieht somit die Treppe in seine sehr ansehnliche Darbietung mit ein.

 

 Neu in Beatrice Weidners Nummer, die schon im dritten Jahr bei Probst zu sehen ist, ist gleich zu Anfang die Jonglage mit drei Feuerkugeln. Ansonsten kann man sie mit Bällen, Keulen und Ringen agieren sehen, während sie immer wieder eine schiefe Ebene auf und ab geht. Seine Requisiten und die Choreographie für das komische Trampolin hat Jim Bim, der Freund von Stephanie Probst, im letzten Jahr von Don Martinez gekauft. Mittlerweile hat er aber schon seinen eigenen Stil gefunden. Mit zwei Nummern ist die Familie Tsytko vertreten, zum Einen mit einer ansehnlichen Seifenblasennummer, präsentiert von zwei jungen Damen und zum Anderen mit einer starken, doppelten Antipodennummer, die zum Abschluß noch in einer Art Balance einer schrägen Leiter, vorgeführt von zwei Herren, gipfelt. Den großen Exotenzug mit Kamelen, Kaltblütern, Lamas, zwei verschiedenen Rindersorten, Yak und einem Emu, einst eindressiert von dem unvergessenen Uwe Schwichtenberg, wird jetzt vorgeführt vom alleinigen Direktor, Reinhard Probst. Sein Bruder Robert ist letztes Jahr aus dem Unternehmen ausgestiegen. Bereichert wird der schon sehr große Tierbestand des Circus Probst dieses Jahr noch mit Tieren vom Circus Fliegenpilz. Lars Hölscher präsentiert zuerst den Giraffenbullen „Bongo“ und läßt danach fünf Zebras durch die Manege „walzen“ bevor er auf dem Nashorn „Rafiki“ stehend einige Runden durch die Manege reitet. Desweiteren präsentiert er seine drei Elefanten mit einigen Kunststücken. Auch ein Handstand auf den mächtigen Stoßzähnen ist zu sehen.

 

 Auf du und du und äußerst ruhig arbeiten Yvonne und Knut Muderak mit ihren acht Löwen, wobei es u.a. Hochsitzer, Sprünge und die Löwenbarre zu sehen gibt. Sehr feinfühlig sind die Reprisen von Clowness Loli, alias Sonja Probst. Sie tritt mehrfach zwischen den einzelnen Darbietungen auf. Noch während die Timulin Sisters, hoch oben unter der Circuskuppel, am schwingenden Trapez, ein artistisches Feuerwerk mit vielen gewagten Sprüngen und Abfallern zünden, versammeln sich alle mitwirkenden Artisten im Manegenrund, sehen den beiden Mongolinnen noch gespannt zu und beenden dann das zweieinhalbstündige, äußerst sehenswerte Programm, mit dem großen Finale. Zu erwähnen wäre noch Gregor Pierscinski und seine fünf Mannen, die für den richtigen Livesound während des Programmes sorgen.

 

 

 

Mehr Informationen zum Circus Probst unter www.circus-probst.de