Circus Roncalli 2008

By Holger Gensel - Germany

 

All you need is laugh,“ so der diesjährige Titel des Programms und herzhaft kann man auch wieder über Starclown David Larible lachen, auch wenn seine Entrees wie das mit dem Wasser, ein Orchester aus Zuschauern bilden, der Quickchange-Parodie mit anschließender Tücherjonglage sowie der komischen Oper, mit Livegesang zu Beginn von David, eigentlich bekannt sind.

 

Dazu gesellt sich in diesem Jahr noch Sergej Maslenikov, der bereits im Jahr 2001 bei Roncalli engagiert war, mit seinem lustigen Geigenintermezzo, einer Steppeinlage sowie einer Jonglage von Geige, Bogen und Notenblatt bei gleichzeitiger Balance des Notenständers.

 

Geblieben ist auch der katalanische Clown Gensi mit seiner singenden Säge, der das Programm eröffnet. Gewidmet ist das Lied dem großen Weißclown Francesco Caroli.

Desweiteren präsentiert er noch sein „menschliches“ Pferd. Zwischen den beiden Nummern wird aus dem Requisiteur der Clown David Larible.

 

 Ebenfalls vom letzten Jahr übernommen sind Marina und Svetlana mit ihren Teppichantipoden, Konstantin Mouraviev mit seiner Gewichtsreduzierung durch Rhönrad-Akrobatik und das Duo Minasov mit ihrer Quickchange-Darbietung sowie Victor Minasov, der im ersten Teil solo, in seinem großen Luftballon verschwindet.

 

Live singend und musizierend begleiten David Larible und Gensi die perfekte Handstandarbeit des Trios Bellisimo, ebenfalls aus dem letzten Jahr bekannt. Seit Sommer letzten Jahres ersetzen die Azzario Sisters, Töchter von José Mitchell, den in einem Varieté engagierten Encho Keryazov mit ihrer sehenswerten

 

Kopf-auf-Kopf-Darbietung, indem sie u.a. auch eine Leiter überwinden. Noch Ende Juli kehrt Encho dann zurück in die Manege des Circus Roncalli, aber die zwei Schwestern bleiben trotzdem mit im Programm.

 

 Völlig neu im diesjährigen Programm ist Burl. In einem orientalisch angehauchten Kostüm formt er Seifenblasen, in verschiedenen Formen, nur mit den Händen. Einziges Hilfsmittel ist einmal eine Schnur und eine Rauchpfeife.

 

 Phantastisch, sowie auch Alan Sulc, der wie ein Floh auf der heißen Herdplatte, seine Bodenjonglage mit bis zu neun Bällen, sicher und perfekt präsentiert.

 

 Dramatisch inszeniert ist die Darbietung des Duos Bobrov am Vertikalseil und deswegen ist sie doch wieder genial. Die einzigen echten Tiere im diesjährigen Programm sind vier Windhunde sowie zwei Pferde. Zusammen ergibt das eine Präsentation der hohen Schule, wobei Elena, vom Duo Urunov dies sogar im Dogcart absolviert und die vier Hunde immer wieder in die Programmfolge mit eingebunden sind.

 

Zu einem anständigen Roncalli-Programm gehört der Walzer zur Einleitung des Finales ebenfalls dazu, wie das perfekt aufspielende 8-Mann Roncalli-Royal-Orchester unter der Leitung von Georg Pommer und Patrick Philadelphia als Abendregisseur.

Die Circusfreunde im Norden können sich heute schon auf ein wunderschönes Programm des Circus Roncalli freuen, daß noch in Lübeck, Kiel, Hamburg und Bremen zu sehen ist.

 

 

 

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