Cirkus Brazil Jack 2008

By Holger Gensel - Germany

 

Mit einem neuen, flotten Programm ist der schwedische Nationalcircus Brazil Jack Ende März in Malmö in die neue Saison gestartet. Da man sehr schnell gen Nordschweden reist, konnte ich gerade noch eine Vorstellung in der Hauptstadt Stockholm besuchen. Vier von sechs moldavischen Musikern spielen schon vor Vorstellungsbeginn sehr gediegene Musik, doch wenn die Eröffnungsmusik erklingt, strömen alle Artisten in die Manege und verharren.

 

Weißclown Leo zieht alle mit einem Schlüssel auf und ein buntes Charivari entsteht. Zur Begrüßung finden sich auch noch Carmen und Trolle II Rhodin ein. Rasant ist auch gleich der Beginn mit Paolo & Veronika und ihrer Rollschuhdarbietung. Gezeigt werden alle gängigen Tricks incl. dem rotierenden Nackenhang.

 

Danach spielt Sandy, Solo-Clowness der Bubi Ernestos Familie, mit dem Lichtpunkt und zieht Zuschauer aus den Logen in ihr Spiel mit ein. Schleuderbrettakrobatik bietet das Trio Stoian. Die Dame wird immer wieder von ihren zwei Herren in die Lüfte katapultiert, wo sie diverse Schrauben und Salti dreht incl. dem Dreifachen.

 

 In der Manege unterhält zwischenzeitlich ein „komisches“ Tanzpaar die Zuschauer. Dahinter bzw. darunter verbirgt sich der Vater von Araz. Danach zeigt die Bubi Ernestos Familie ihr bekanntes Musikentree incl. Glockenspiel mit Publikumsbeteiligung, dem Xylophonsolo von Orfelia und dem Schellentanz. Und alles gesprochene in schwedisch! Sandy dagegen überhäuft dann die Logenbesucher mit Popcorn.

 

 Rosi Hochegger hat ihre Darbietung mit ihrem Bettpferd „Scout,“ gegenüber dem letzten Jahr in Norwegen, leicht verändert und kommentiert das Ganze in Englisch. Hund „Nippes“ mit dem Wecker darf zum Schluß das Pferd wecken.

 

Wieder mit Hilfe von vier Herren aus dem Publikum präsentiert Sandy das bekannte und beliebte Stühlespiel, während Rosi Hochegger, mit einem gefleckten Pony, die Pause angekündigt. Mit einer sehr ästhetischen Darbietung am rot/weißen Tuch darf Veronika den zweiten Teil eröffnen. Zu sehen gibt es u.a. den Spagat, aber kopfüber, sowie einen Abfaller von weit oben.

 

 Nochmals das Trio Stoian. Dieses Mal mit dem russischen Barren. Auch hier viele Schrauben und Salti. Abschluß ist der Zweifache dreimal hintereinander. „Seillaufen und Seilspringen sind hier verboten“ zeigt danach Sandy mit Hilfe ihres Bruders Paolo. Von ihm ergattert sie zum Schluß noch die Hose und kommt doch noch zum „Seilspringen.“

 

Als Duo Costache treten Leo, Überbleibsel aus den letzten Jahren, mit Partnerin auf. Gezeigt wird ein einarmiger, drehender Handstand auf einer Stirnperch, ein Handstand auf einer nur mit einem Mundstück gehaltenen Perch, sowie mehrere Purzelbäume an einer trapezartigen Schulterperch.

 

Danach präsentiert Roger Mettin seine Jonglage zu Pferd u.a. mit fünf Äpfeln, vier Ananaskeulen und einem brennenden Stab. Zwischenzeitlich läßt er aber auch noch Hunde durch den Reifen springen und betätigt sich als Podest, damit die Hunde auf- und abspringen und einige Runden auf dem Rücken des Pferdes reiten können. Gleichzeitig zeigt Rosi Hochegger noch kleine Kunststücke mit den drei Vierbeinern u.a. den Lauf zwischen den Beinen, den Sprung über die Gerte und den Purzelbaum.

 

Für vier Zuschauer modelliert danach Sandy Gegenstände aus Luftballons. Aus Asabajan kommt die nun folgende Klischnegg-Darbietung. Araz verbiegt seinen Körper gegen alle Gesetze der Natur. So kann er u.a. seine Arme um 360 Grad verdrehen. Beim sich anschließenden Finale werden nochmals alle Mitwirkenden von Carmen Rhodin namentlich vorgestellt und ernten durchweg frenetischen Applaus.

 

 

 

Weiter Informationen zum Cirkus Brazil Jack unter www.cirkusbraziljack.se